Editing, General

Ten top tips from Gold Leaf’s academic journals editor, Jim Bennett

Jim has been editing academic journal articles at Gold Leaf for almost a decade. In his experience, authors don’t seem to understand that their submissions should be as perfectly crafted as possible. He says he is constantly surprised that authors are so careless about how they express themselves; he adds that even his meticulous editorial commentary doesn’t guarantee subsequent improvement. Perhaps the following will help as an aide-memoire.

Here are Jim’s top tips to save at least some of the time spent on revisions by authors, editors and reviewers.

  • The language and tone of the article must be appropriate to context and purpose.
  • Consistency, consistency, consistency! (For example, if you establish a particular tense sequence, you must adhere to it; if you give an acronym with first usage of, say, a group’s title, use the acronym throughout – don’t revert at random to the full title.)
  • Try to achieve readability for the ordinary alert educated reader – avoid jargon where possible and don’t use long words where short ones will do.
  • Avoid metaphor, especially clichéd metaphor. (You might think your ‘emperor has no clothes’ is appropriate – it isn’t, as it’s terribly hackneyed!). And, if you really must use metaphors, don’t mix them!
  • Avoid long and complicated lists; keep all lists to a minimum. (Your reader doesn’t need to be swamped with ‘comprehensive’ detail – no list is ever comprehensive! 😉 – just because you wish to demonstrate your wonderfully broad command of a topic.)
  • Aim for clear English, generally expressed in short sentences and, wherever possible, use active verbs, not passive.
  • Religiously eliminate all information extraneous to your article’s main thrust.
  • Apply appropriate citation protocols and, in your reference list, conform exactly and consistently to the practice of the publisher. If a ‘style sheet’ is provided, follow it!
  • Discoverability is your watchword. Help your reader by always providing relevant and correct URLs, ISBNs, ISSNs and DOIs.  Ensure that the url both functions and takes the reader to the cited page(s), not home pages.
  • Read the document aloud (in your head!) to identify unwanted solecisms, repetitions and stylistic infelicities.

And just a couple of general points:

Computer software has eliminated the need for a double space after a full stop, which typists using conventional typewriters were taught to apply. Use one space only – and certainly DON’T use a mixture of one and two and even three spaces! (Consistency again! 😊)

It’s unhelpful to apply formatting to a journal submission – the publisher imposes a format for the journal and shouldn’t have to unpick the author’s. Use plain Word.

Brexit, Deutsch, Digital Publishing, General

Brexit und Verlagswesen. Eine persönliche Stellungnahme einer britischen Deutschen

(This blog post has been written in German. To see an English translations, click here)

Heute ist „Brexit“-Tag. Eigentlich. Und was bedeutet das für dieses Land?

Heute sollten wir aus der EU austreten, hieß es. Nun also doch nicht.

Als die Briten vor 3 Jahren für ein Referendum an die Wahlurnen gebeten wurden, war vorher klar, dass das Ergebnis knapp ausfallen würden. Das tat es dann ja auch (52% zu 48%) – warum es in so einer Entscheidung keine Zweidrittel-Mehrheit brauchte, wundert mich noch heute. Viele Briten hatten die Nase voll von der EU, von seiner Bürokratie und Inflexibilität. Die Flüchtlingskrise hatte ihren Höhepunkt erreicht und es gab Angst vor Überfremdung, die zwar irrational und unabhängig von der EU war, aber von den sog. „Brexiteers“ wunderbar geschürt wurde. Einem maroden Gesundheitssystem wurde die magische Transformation zum Besseren versprochen und auch an anderen Stellen wurden der Bevölkerung Versprechungen gemacht, die niemals hätten gehalten werden können. Von Wirtschaftschaos, steigenden Preisen und Fachkräftemangel erfuhr die Bevölkerung erst, als es zu spät war. In der gesamten Thematik – angefangen von David Cameron’s Einberufung des Referendums, über die darauf folgende Kampagne, bis hin zur Durchführung – ging es immer nur um eines: Parteipolitik. Um Status und Macht von Einzelnen. Um das Wohl des Volkes und die Zukunft des Landes hat sich niemand geschert. Die Bevölkerung hat es nun endlich begriffen und das Parlament sitzt in einer Zwickmühle, aus der es nur schwer – wenn überhaupt – herauskommt.

Mehr und mehr meiner britischen Mitbürger sehen ein, dass es das Chaos, die Unsicherheit und das Risiko nicht wert war. Ja, die EU hat ihre Schwächen. Ja, es wäre manchmal einfacher und vielleicht auch wünschenswert, Entscheidungen ohne Abhängigkeit von Brüssel treffen zu können. Aber die Zeiten des britischen Empires sind vorbei, und Änderungen kann man nur bewirken, wenn man Teil des Ganzen ist.

Die Stimmung im Land ist anders als sie es vor 3 Jahren war. Die Bevölkerung wurde durch diesen Prozess aufgerüttelt und besser informiert. Aber leider ist die Regierung von ehemaligen Elite-Schülern dominiert, die in ihrer eigenen Wolke leben und zu ihrer Wählerschaft keinen Bezug mehr haben. Das wahre Leben ist den Meisten von ihnen fremd.

Heute ist „Brexit“-Tag. Eigentlich. Und was bedeutet das für mich?

Seit über 13 Jahren lebe ich nun als Deutsche in Großbritannien, seit knapp 7 Jahren mit einem britischen Pass. Diesen hatte ich mir damals zugelegt, weil ich meine Zukunft hier sah, und als Steuerzahlerin wollte ich auch volles Wahlrecht haben. Und weil Deutschland einen Zweitpass neben dem deutschen problemlos erlaubt, solange es sich um einen EU-Pass handelt, habe ich auch gar nicht lange gezögert – höchstens die damit verbundenen, relativ hohen Kosten haben mich mal kurz zweifeln lassen, ob es sich überhaupt lohnt. „Ich bin doch eh EU-Bürgerin, und somit ist so ein britischer Pass doch eigentlich gar nicht nötig. Ein ziemlich teuer erkauftes Wahlrecht, aber mehr eben nicht“ – so dachte man noch damals. Und damals ist gerade mal 7 Jahre her.

Ich hätte nicht gedacht, dass ich nur 4 Jahre später heilfroh sein würde, dass ich mir um Aufenthaltsstatus, Arbeitserlaubnis und Gesundheitsversorgung als EU-Bürgerin keine Sorgen wuerde machen müssen. „Brexit“ hatte die Situation verändert und noch bis heute ist die Situation für viele meiner EU-Mitbürger unsicher.

Heute ist „Brexit“-Tag. Eigentlich. Und was bedeutet das für das Verlagswesen?

Seit ich in dieses Land gezogen bin, war ich im wissenschaftlichen Verlagswesen taetig – ich habe mit Bibliotheken weltweit gearbeitet, für und mit großen, kleinen und Kleinst-Verlagen, mit Organisationen rund ums Verlagswesen, Technologiefirmen und Non-for-Profit-Organisationen. Die meisten davon sind britisch und für sie hat der Brexit direkte Implikationen.

Vor allem im wissenschaftlichen Verlagswesen sind die Auswirkungen immens. Durch die immer wachsende Globalisierung von Wissenschaft beschränken sich Autoren und Leserschaft nicht auf den englischsprachigen Markt, sondern sind international. Natürlich spielt die EU hier eine große Rolle: nicht nur in Bezug zu Kundenbeziehung – die Unklarheiten über Handelsabkommen, Verzollung, Mehrwertsteuer etc. bremsen den Vertrieb und die mit dem Brexit einhergehenden Schwächung des britischen Pfundes bedeutet direkte Umsatzverluste – aber auch, und vor allem in Bezug zu Autoren. Ein Großteil des wissenschaftlichen Publizierens basiert auf Forschung; Forschung, die zu großen Teilen von EU-Geldern gefördert wird. Für britische Wissenschaftler ist es bereits seit dem Referendum 2016 schwerer geworden, an internationalen Projekten teilzunehmen, da ihre Finanzierung unklar war und ist. Die britische Regierung stellt nicht annähernd genug Geld zur Verfügung, um dieses Finanzloch in Zukunft zu stopfen. Inwiefern europäische Wissenschaftler in einem Nach-Brexit Großbritannien werden leben und arbeiten können, ist ebenso unklar.
Copyright-Direktiven finden auf EU-Basis statt – keiner weiss, in wie weit die erst in dieser Woche verabschiedete EU-Urheberrechtsreform in Großbritannien greifen wird. Von einer internationalen Kooperation bei der Durchsetzung von geistigem Eigentumsrechten außerhalb der EU ganz zu schweigen.
Die EU setzt Richtlinien – sei es im Bereich von Open Access (Plan S), der Angleichung von Mehrwertsteuern für digitale Bücher und Zeitschriften, oder den internationalen Markt von Online-Gütern und Datentransfer. Wenn dieses Land kein Teil der EU mehr ist, stehen alle diese Themen in den Sternen und die Unsicherheit, wie es in diesen Bereichen weiter gehen wird, ist in den Verlagen deutlich zu spüren.

Heute sollten wir aus der EU austreten, hieß es. Nun also doch nicht.

Zumindest nicht heute. Vielleicht in zwei Wochen, vielleicht in zwei Monaten, vielleicht in zwei Jahren. Vielleicht auch nie.

Die unsägliche Art und Weise, mit der die hiesige Regierung das Thema behandelt, lässt mich sprachlos. Selten hat das Wort „Fremdschämen“ eine bessere Anwendung gefunden; und ich bin dankbar, dass ich noch diese andere – nicht-britische – Identität habe. Und dennoch lebe ich gerne in diesem Land, das ich seit 13 Jahren mein Zuhause nenne. Deutschland ist mir in dieser Zeit fremd geworden – und ist mir doch so nah.

Annika Bennett, Gold Leaf

Digital Publishing, General

An end to literary discrimination? Changes to the VAT rate for e-books announced

Earlier this week, a historic decision was made that could pave the way for more changes worldwide on the equality of print and digital publishing.
The Economic and Financial Affairs Council decided on Tuesday at a meeting in Luxembourg to allow EU Member States to align the VAT rates they set for e‑publications with those for printed publications.

The EU commission had suggested a reform back in December 2016; the European Parliament voted in favour of this change in June 2017. Tuesday’s decision is now the final step to ensure that the unequal treatment of the two product formats becomes a thing of the past.

The Publishers Associations of the UK, France, Italy, Sweden and Germany all welcomed the VAT statement; so did the European Publishers Council (EPC). Rudy Vanschoonbeek, President of the Federation of European Publishers (FEP), said in his statement: This forward-looking decision marks the end of the unjustified fiscal discrimination between publications in different formats, acknowledging the cultural, social and economic value of books, journals and educational materials in all formats and the technological progress that has taken place in the sector.”
Michiel Kolman, President of the International Publishers Association (IPA) is hoping thatother regions follow these great examples of reducing barriers to books.”

The German government has already issued a statement as part of their current coalition agreement in favour of this innovation, so it is to be expected that the changes will be implemented in Germany soon. The current political situation in the UK might not trigger an immediate response for the implementation of such a change, though the Publishers’ Association had written to the Rt Hon Philip Hammond MP, Chancellor of the Exchequer, ahead of the Luxembourg meeting to lobby for changes to the way digital publications are taxed.
Steven Lotinga, CEO of the Publishers Association, has called for the British government to act now: “We are leaving the EU but today’s decision from the ECOFIN committee removes a major obstacle for the UK Chancellor, who should now do away with this tax at the earliest opportunity – namely the Budget on October 29. If the UK does not act quickly it risks the UK digital policy falling behind its European competitors.”

Let’s hope we will see some movement on this soon!

General

Welcome to the Gold Leaf Blog

Gold Leaf is now in its 16th year, and this blog has probably been long overdue. As Gold Leaf, we work on a number of exciting projects in the Academic Publishing sector, but also in Education, with charities and commercial companies, public bodies and individuals. We attend many interesting meetings and conferences and always keep a close eye on industry trends and developments. All this gives lots of food for a blog, so we are going to use this medium to inform you about those, to discuss interesting topics and ideas and be informative. Some posts will be mainstream, some more unusual and some maybe just marginally relevant, but interesting or quirky.
Some blog posts may be in German (as one of us is a German native and we also have German customers and blog readers), other may be bilingual, but most of them will be in English.

Who are “we”?
The people behind this blog are the people behind Gold Leaf: Linda Bennett, who founded the company in 2001; Jim Bennett, who joined much later (in 2012) and expanded our services to copyediting and proofing; and Annika Bennett, who only joined 3 years ago. We all work on a variety of projects including market research, business development, advisory boards and user groups, seminar provision, newsletter provision and industry advice.

Our most recent project has been an extensive report on the TEF [Teaching Excellence Framework] and its implications on Academic Publishing, which will be presented on the 18th May as part of the Academic Book Trade Conference 2017 in Stratford-upon-Avon.
But more about that in our next post.